1. Skip to Menu
  2. Skip to Content
  3. Skip to Footer

Fugenarten


Fugen in Estrichen dienen der Begrenzung von Spannungen und sollen einer unkontrollierten Rissbildung vorbeugen.
Es wird unterschieden in

  • Bewegungsfugen
  • Scheinfugen
  • Arbeitsfugen

Bewegungsfugen, auch Dehn- oder Raumfugen genannt, trennen Estrichfelder voneinander über ihre gesamte Dicke.
Scheinfugen, auch Schwindfugen genannt, bilden Sollbruchstellen, um eine kontrollierte Rissbildung beim Verkürzen des Estrichs, z.B. infolge Schwinden des Estrichs, einzuleiten. Scheinfugen werden bis zur Hälfte der Estrichdicke (bei Heizestrichen höchstens bis zu 1/3 der Estrichdicke) eingeschnitten.


 Durch Einschneiden von Scheinfugen sollen möglichst gedrungene Felder mit einer Seitenlänge von bis zu 6 m gebildet werden. Bei unbeheizten Estrichen auf Trenn- oder Dämmschichten sollen die Estrichfeldgrößen 30 m² nicht wesentlich überschreiten. Bei beheizten Estrichen auf Dämmschichten sind unter Berücksichtigung der Eigenschaften der Belagstoffe ggfs. Estrichfeldgrößen von 40 m² bei Fugenabständen bis zu 8 m möglich. Ihr Seitenverhältnis darf maximal 1:2 betragen.


Arbeitsfugen entstehen am Ende eines Arbeitsabschnittes, wenn z.B. die Tagesleistung bei großen Flächen erreicht wird oder zuerst der Estrich in Räumen und anschließend im Flur eingebaut wird. Arbeitsfugen werden entweder als Pressfuge oder als Bewegungsfuge ausgeführt.